Kostenlose eSIM

Eine eSIM ist eine SIM-Karte ohne Plastik: Du lädst sie per QR-Code aufs Handy, meist in wenigen Minuten und ohne Versand. Kostenlose Angebote gibt es, sie sind aber selten und ändern sich oft.

Was ist eine eSIM?

Die eSIM ist ein fest im Gerät verbauter Chip. Statt einer Karte erhältst du vom Anbieter ein digitales Profil, das du per QR-Code oder App auf das Handy lädst. Danach funktioniert sie wie eine normale SIM-Karte.

Welche Geräte unterstützen eSIM?

Bei Apple unterstützen alle iPhones ab dem iPhone XS, XS Max und XR (2018) die eSIM. Bei Android gibt es sie auf vielen aktuellen Modellen, zum Beispiel ab dem Google Pixel 3 (einzelne regionale Varianten sind eingeschränkt). Ob dein Gerät eSIM kann, steht in den Geräteeinstellungen oder beim Hersteller.

So aktivierst du eine eSIM

  1. Tarif bestellen und dich identifizieren, zum Beispiel per Video-Ident.
  2. Den QR-Code erhältst du in der Regel per E-Mail oder im Kundenkonto des Anbieters.
  3. Das Handy mit dem WLAN verbinden – das Profil wird über das Internet geladen.
  4. Auf dem iPhone: Einstellungen → Mobilfunk → eSIM hinzufügen und den QR-Code scannen (oder mit der Kamera-App). Bei Android heißen die Menüs je nach Hersteller anders.
  5. Den Anweisungen folgen; fertig ist die Leitung meist nach wenigen Minuten.

Welche kostenlosen eSIMs gibt es?

Laut teltarif (Stand Juli 2026) gehören zu den kostenlosen Angeboten mit eSIM die Vodafone CallYa-Freikarte, Vodafone „Try for free“, GMX FreePhone und BetterRoaming. Außerdem nennt teltarif die sipgate SatelliteApp, die ohne SIM-Karte auskommt.

netzwelt beschreibt die Vodafone CallYa Classic als kostenlose eSIM, die sich per QR-Code aus der E-Mail sofort aktivieren lässt; die Identifizierung läuft per Video-Ident (Stand Juni 2026).

Was „kostenlos“ im Einzelfall bedeutet – Datenvolumen, Befristung, Abrechnung –, steht in den Bedingungen des Anbieters. Es lohnt sich, sie vor der Bestellung zu lesen.

Vor- und Nachteile der eSIM

Vorteile: kein Versand und keine Wartezeit, die eSIM lässt sich zusätzlich zu einer physischen SIM nutzen (Zweitnummer) und kann nicht verloren gehen wie eine Karte.

Nachteile: Das Gerät muss eSIM unterstützen. Beim Wechsel auf ein neues Handy musst du die eSIM übertragen oder vom Anbieter neu ausstellen lassen.

Häufige Fragen

Brauche ich eine physische SIM, um eine eSIM zu aktivieren?

Nein. Du brauchst eine Internetverbindung, um das Profil zu laden, am besten WLAN. Hast du bereits eine aktive physische SIM im Gerät, kannst du dafür auch deren mobile Daten nutzen.

Muss ich mich für eine eSIM ausweisen?

Ja. Seit dem 1. Juli 2017 gilt in Deutschland beim Kauf einer SIM-Karte die Ausweispflicht – auch für die eSIM. Meist läuft das per Video-Ident.

Kann ich meine Rufnummer in eine eSIM mitnehmen?

Bei vielen Anbietern ja. Die Rufnummernmitnahme wählst du im Bestellvorgang aus; Details nennt der jeweilige Anbieter.

Quellen

Stand der Angaben: 5. Oktober 2026. Konditionen ändern sich – maßgeblich sind die Angaben beim Anbieter.