Ratgeber · Wechsel

Rufnummer mitnehmen: So klappt der Anbieterwechsel

Deine Handynummer gehört dir, nicht dem Anbieter. Beim Wechsel kannst du sie mitnehmen – in vier Schritten und meist ohne Ausfall.

Dein Recht auf die eigene Nummer

Wenn du den Anbieter wechselst, hast du Anspruch darauf, deine Rufnummer zu behalten. Das gilt für Vertrags- und Prepaid-Karten. Die Nummer wird dabei vom alten zum neuen Anbieter übertragen – Fachleute sprechen von Portierung.

Die vier Schritte

  1. Neue Karte bestellen und im Bestellvorgang „Rufnummer mitnehmen“ auswählen.
  2. Angaben bereithalten: deine bisherige Rufnummer, den Namen des bisherigen Anbieters, den Namen auf der alten Karte und – bei Prepaid – oft Kartennummer oder Kundenkennwort.
  3. Wunschtermin wählen, sofern der neue Anbieter das anbietet. Lass die alte Karte bis dahin aktiv.
  4. Neue Karte einlegen, sobald der Anbieter die Umstellung meldet. Dein Handy bucht sich dann mit der alten Nummer im neuen Netz ein.

Was kostet die Mitnahme?

Einige Anbieter verlangen vom Kunden für die Übertragung eine Gebühr, die in der Preisliste steht. Andere Anbieter erstatten dir sie oder belohnen den Wechsel sogar mit einem Bonus – bei manchen Angeboten steht das als „Wechselbonus“ auf der Karte. Vergleiche deshalb die Konditionen vor der Bestellung.

Und das Guthaben auf der alten Karte?

Das bleibt bei der alten Karte und wird nicht automatisch übertragen. Verbrauche es vor dem Wechsel, wenn möglich. Ist noch etwas übrig, kannst du es dir in der Regel nach dem Ende der Karte auszahlen lassen – siehe Guthaben und Verfall.

Wie lange dauert der Wechsel?

Meist wenige Werktage nach der Freischaltung der neuen Karte. Während der Umstellung kann es zu einer kurzen Unterbrechung kommen, oft nur Minuten bis wenige Stunden. Plane den Wechsel deshalb nicht für einen Zeitpunkt, an dem du dringend erreichbar sein musst.

Typische Fehler

  • Der Name im Antrag stimmt nicht exakt mit dem der alten Karte überein.
  • Die alte Karte wurde schon abgeschaltet, bevor die Mitnahme beantragt war.
  • Die Kartennummer oder das Kundenkennwort der alten Prepaid-Karte fehlt oder ist falsch.
  • Der Antrag läuft, aber die Identifizierung für die neue Karte ist noch offen – ohne sie wird nichts freigeschaltet. Siehe SIM-Karte ohne Registrierung.

Häufige Fragen

Muss ich die alte Prepaid-Karte kündigen?

Bei vielen Prepaid-Karten nicht; sie läuft nach dem Wechsel einfach aus beziehungsweise wird abgeschaltet. Prüfe in den Bedingungen deines alten Anbieters, ob du etwas tun musst, besonders wenn noch Restguthaben vorhanden ist.

Kann ich meine Nummer in eine eSIM mitnehmen?

Bei vielen Anbietern ja. Du wählst die Rufnummernmitnahme im Bestellvorgang aus. Mehr dazu auf der Seite kostenlose eSIM.

Wie lange ist meine Nummer nach dem Ende der Karte noch mitnehmbar?

Nur für begrenzte Zeit. Beantrage die Mitnahme am besten, solange die alte Karte noch aktiv ist, und warte nicht auf die Abschaltung.

Stand der Angaben: 6. Oktober 2026. Konditionen ändern sich – maßgeblich sind die Angaben beim Anbieter.