Ratgeber · Reisen

SIM-Karte für Besuch aus dem Ausland

Familie oder Freunde kommen zu Besuch und brauchen unterwegs Internet? Ob sie eine deutsche SIM brauchen, hängt vor allem davon ab, woher sie kommen und wie lange sie bleiben.

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Stand: 7. November 2026 · von der sim.gratis-Redaktion

Besuch aus der EU: meist keine eigene Karte nötig

Innerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums gilt „Roaming wie zu Hause“. Gäste aus diesen Ländern telefonieren und surfen in Deutschland mit ihrer eigenen Karte grundsätzlich zum gleichen Preis wie zu Hause. Das Datenvolumen im Ausland kann allerdings begrenzt sein. Für einen Besuch von ein paar Tagen oder Wochen reicht das fast immer.

Bleibt der Besuch länger oder ist das Roaming-Volumen knapp, lohnt sich eine deutsche Prepaid-Karte trotzdem.

Besuch von außerhalb der EU

Für Gäste aus der Türkei, den USA, der Schweiz, Großbritannien oder anderen Ländern außerhalb der EU kann Roaming teuer werden. Hier gibt es zwei gute Wege:

  • Reise-eSIM vor der Abreise: Die Gäste kaufen online eine Daten-eSIM für Deutschland und installieren sie zu Hause. Bei der Landung sind sie sofort online. Meist gibt es dafür keine deutsche Nummer, nur Daten. Mehr dazu unter Reise-eSIM.
  • Deutsche Prepaid-Karte: Mit einer deutschen Karte bekommen Gäste eine deutsche Nummer, Allnet-Flat und viel Datenvolumen. Die Registrierung ist mit Reisepass möglich (siehe unten).

Messenger wie WhatsApp laufen auch mit der neuen Karte über die bisherige Nummer weiter, weil das Konto an der Nummer und nicht an der SIM hängt.

Registrierung mit ausländischem Pass

Jede SIM-Karte in Deutschland muss auf eine Person registriert werden. Das geht auch mit einem ausländischen Reisepass:

  • Video-Ident: Bei vielen Anbietern geht das online mit dem Reisepass. Welche Ausweise akzeptiert werden, steht beim Anbieter.
  • Im Shop oder in der Filiale: Pass vorzeigen, Karte wird freigeschaltet.
  • Online-Ausweis: Funktioniert nur mit deutschen oder bestimmten EU-Ausweisen, für die meisten Gäste also nicht.

Du kannst eine Karte auch auf deinen eigenen Namen registrieren und sie deinem Besuch geben. Dann bist aber du der Vertragspartner und bist für die Nutzung verantwortlich. Wie die Identifizierung genau abläuft, steht unter SIM-Karte ohne Registrierung.

Vorher prüfen: Passt das Handy?

  • SIM-Lock: Manche Handys, vor allem aus den USA, sind an einen Anbieter gebunden und nehmen keine fremde Karte. Die Gäste sollten vorher prüfen, ob ihr Handy entsperrt ist.
  • eSIM: Kann das Handy eSIM, geht alles ohne Karte und ohne Versand. Die alte Karte bleibt dann im Gerät.
  • Dual-SIM: Mit zwei Karten oder Karte plus eSIM bleibt die Heimatnummer erreichbar. Roaming für Daten auf der Heimatkarte dann ausschalten.

Was sich für Besuch am besten eignet

  • Prepaid ohne Laufzeit: Ein Paket für vier Wochen oder einen Monat buchen, danach einfach nicht mehr aufladen. Es gibt nichts zu kündigen.
  • eSIM zum Sofortstart: Wird nach der Identifizierung oft in wenigen Minuten freigeschaltet, ohne auf die Post zu warten.
  • Testkarten: Für einen kurzen Besuch können auch kostenlose Testkarten passen, siehe Handytarif kostenlos testen.

Bestell eine physische Karte rechtzeitig vor dem Besuch, damit sie zur Ankunft da ist.

Häufige Fragen

Kann ein Tourist in Deutschland eine Prepaid-Karte kaufen?

Ja. Die Karte muss mit einem gültigen Ausweis registriert werden, ein ausländischer Reisepass reicht bei vielen Anbietern, etwa per Video-Ident oder im Shop.

Braucht Besuch aus der EU eine deutsche SIM-Karte?

Meist nicht. Mit EU-Roaming surfen und telefonieren Gäste mit ihrer eigenen Karte zu Hause-Preisen. Nur bei langen Aufenthalten oder wenig Roaming-Volumen lohnt sich eine eigene Karte.

Was ist für eine Woche Besuch am einfachsten?

Eine Reise-eSIM mit Datenvolumen, die die Gäste schon vor der Abreise installieren. Wer eine deutsche Nummer braucht, nimmt eine Prepaid-eSIM ohne Laufzeit.

Darf ich eine SIM auf meinen Namen für meinen Besuch registrieren?

Ja, du bist dann aber Vertragspartner und für die Nutzung verantwortlich. Einfacher ist meist, wenn sich die Gäste selbst mit ihrem Pass registrieren.

Konditionen ändern sich, maßgeblich sind die Angaben beim Anbieter.