Ratgeber · Familie

Prepaid für Kinder: Worauf Eltern achten sollten

Prepaid ist für Kinder oft die beste Wahl: Das Guthaben ist begrenzt, du behältst die Kosten im Griff und es gibt keine Vertragsbindung. Ein paar Einstellungen lohnen sich trotzdem.

Warum Prepaid für Kinder sinnvoll ist

Bei Prepaid kann ein Kind nur ausgeben, was vorher aufgeladen wurde. Eine böse Überraschung am Monatsende gibt es nicht. Das taugt auch als Lernfeld: Wenn das Guthaben leer ist, ist es leer – ähnlich wie beim Taschengeld.

Die häufigsten Kostenfallen

  • Daten ohne Paket: Wird jedes Megabyte einzeln abgerechnet, ist das Guthaben bei Videos oder Spielen in Minuten weg.
  • Mobile Daten im Ausland: Außerhalb der EU kann Roaming sehr teuer werden. Siehe Prepaid im Ausland.
  • Abos und Käufe über die Handyrechnung: Manche Dienste lassen sich über das Prepaid-Guthaben bezahlen.
  • Automatische Aufladung: Wenn das Konto verknüpft ist, wird Guthaben unbemerkt nachgebucht.

Einstellungen, die sich lohnen

  • Lass beim Anbieter die Drittanbieter-Sperre einrichten, damit Käufe über die Mobilfunkabrechnung nicht möglich sind.
  • Buche nur ein kleines Datenpaket oder wähle einen Tarif mit festem Datenvolumen.
  • Schalte Datenroaming am Handy aus.
  • Nutze die Jugendschutz-Funktionen des Betriebssystems (Bildschirmzeit, App-Beschränkungen).
  • Verzichte auf die Auto-Aufladung und lade lieber in festen Beträgen auf.

Registrierung bei Minderjährigen

Auch für Kinder muss die SIM-Karte registriert werden. Weil Minderjährige keine Verträge allein abschließen sollen, übernimmt das in der Regel ein Elternteil: Der Erwachsene bestellt die Karte und identifiziert sich. Wie das geht, steht im Ratgeber SIM-Karte ohne Registrierung.

Welche Karte passt?

Für den Einstieg reicht oft eine Prepaid-Karte ohne Grundgebühr, bei der du Guthaben nach Bedarf auflädst. Eine rechnerisch kostenlose Karte kann ideal sein, weil das Startguthaben gleich als Taschengeld-Startpaket dient. Schau dir dafür die Angebote im Vergleich an.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist eine eigene SIM-Karte sinnvoll?

Dafür gibt es keine feste Regel. Entscheidend ist, ob dein Kind mit Handy und Kosten umgehen kann und ob du Einstellungen wie Sperren und Limits eingerichtet hast.

Kann mein Kind die Karte selbst aufladen?

Technisch ja, etwa über Aufladekarten oder Bezahldienste. Ob du das erlauben willst, entscheidest du. Eine feste monatliche Aufladung durch dich gibt dem Guthaben einen klaren Rahmen.

Wie sperre ich teure Sondernummern?

Die meisten Anbieter lassen Mehrwertdienste und Drittanbieter-Käufe auf Wunsch sperren. Die Sperre richtest du über das Kundenkonto oder den Kundenservice ein.

Stand der Angaben: 6. Oktober 2026. Konditionen ändern sich – maßgeblich sind die Angaben beim Anbieter.